Globalbudget NEIN!

Die Kampagne der Aerztegesellschaft des Kantons Bern (BEKAG) warnt vor den geplanten Massnahmen des Bundesrates im Gesundheitswesen. Diese kommen der Einführung eines Globalbudgets gleich. Ein Globalbudget bringt folgenschwere Nachteile für Patientinnen und Patienten. Der VLSS unterstützt die Kampagne.

Die vom Bundesrat vorgeschlagenen Kostendämpfungsmassnahmen im Gesundheitswesen kommen der Einführung eines Globalbudgets gleich. Ein Globalbudget ginge sowohl zu Lasten von Patientinnen und Patienten wie auch der Ärzteschaft. Erfahrungen aus Deutschland mit dem Globalbudget zeigen, dass Ärztinnen und Ärzte ihre Patienten abweisen und auf später vertrösten müssen, wenn das Budget ausgeschöpft ist – es sei denn, die Patienten bezahlen die Behandlung aus eigener Tasche. Behandlungsentscheide der Ärzte werden von Krankenversicherungen fortwährend in Frage gestellt. Es sind nicht mehr die Ärztin, der Arzt und ihre Patienten, die über die Therapie entscheiden, sondern die Krankenkassen und Behörden.

Esther Hilfiker, Präsidentin der Aerztegesellschaf des Kantons Bern (BEKAG) warnt: «Die vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen führen das Globalbudget in der Medizin ein: Faktisch handelt es sich dabei um eine Rationierung von Leistungen; dem Patienten würden sinnvolle medizinische Behandlungen vorenthalten. Eine solche Politik gefährdet unser ausgezeichnetes Gesundheitssystem. Der Zugang zur Medizin wäre damit nicht mehr für alle Versicherten in der Schweiz gleich gut.» Warum muss die Ärzteschaft hinstehen und Pauschalen sowie die Einführung eines Globalbudget bekämpfen? Weil Patientinnen und Patienten die Leidtragenden solcher Reformideen sind.

Ärzte und Patienten sind Verbündete
Deshalb macht die Kampagne Ärzte, Ärztinnen und Patienten zu Verbündeten. In fiktiven Dialogen sagen sie, was sie von der Politik und vom Gesundheitswesen erwarten. Die Idee stammt von Hermann
Strittmatter, dem Inhaber der Agentur GGK und erfahrensten politischen Werber der Schweiz. Gemeinsam mit ihm hat die BEKAG Anstrengungen unternommen, um die Kampagne auch ausserhalb
der Kantonsgrenzen bekannt zu machen. In der Schweizerischen Ärztezeitung konnte die Kampagne vorgestellt werden. Und die BEKAG ist auf andere kantonale Ärztegesellschaften zugegangen – mit
Erfolg. Die Ärztegesellschaften aus den Kantonen Schwyz, Thurgau, St. Gallen und Graubünden haben Kampagnenmaterial und Sujets übernommen.

Lobbying per direkte Demokratie
Es ist ein schöner Erfolg, dass die politische Kampagne ausserhalb der Kantonsgrenzen Fuss gefasst hat, denn die BEKAG setzt auf politisches Lobbying per direkte Demokratie. Will die Ärzteschaft die drohende Einführung des Globalbudgets verhindern, ist sie auf Patienten / Stimmberechtigte aus allen Kantonen angewiesen.

VLSS unterstützt die Kampagne
In den kommenden Monaten wird der VLSS die Kampagne im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen und sich dafür einsetzen, dass die Anliegen der Ärztinnen und Ärzte und ihrer Patienten auch bei den politischen Entscheidungsträgern auf nationaler Ebene Gehör finden.

Website der Kampagne